Keith Haring rules!

Mag.a Susanne Hofmann,

Am Freitag den 13. April war für die Klasse 3B (Schuljahr 2017/18) eine Führung mit Workshop bei Keith Haring angesagt. (Albertina 16.3.2018-24.6.2018; gebucht am 13.3., erst für einen Monat später einen Termin bekommen obwohl die Ausstellung zum Buchungszeitraum noch nicht einmal lief).

Zunächst wurden die SchülerInnen in die Welt von Keith Haring eingeführt. Dazu wurden sie in zwei Gruppen geteilt und die beiden Museumspädagoginnen machten sich, jede auf ihre Weise, mit den Kindern auf Entdeckungsreise.

Raumweise wurden Keith Harings Themen, Techniken und Tableaus ergründet. Dieser mit großem Sendungsbewusstein ausgestattete, hoch ironische, respektlose, lebenshungrige, aber seinerseits vom Leben und Krankheit gebeutelte Künstler, der nicht vor Plakativität und Simplizität zurückschreckte, und doch bei noch so rascher, unmittelbarer und gedrängter Darstellung immer noch Grauzonen der Subtilität hervorgebracht hat, dieser Trendsetter, der mittlerweile von seinen Figuren und Formen überholt wurde, da sie in Werbung, Kunst und zeitgenössischer Popularkultur nun zum Allgemeingut, zu einer Art Alphabet geworden sind (von daher der Titel der Ausstellung), und nun ein Eigenleben führen, er war Teil der kulturellen Kulisse, vor der sich prägende, richtungsgebende Jahre abgespielt haben in so manchem Leben meiner Zeitgenossen. Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 3B (Schuljahr 2017/18) erkannten mühelos die Haring-schen Grundelemente, dekodierten die Botschaft, dekonstruierten die Reaktionen, die sie hervorrufen (sollen) und hatten ernsthafte und eloquente Interpretationen zu bieten. Als Belohnung durften zuvor gewählte Vertreter der Gruppen, nämlich Daniela und Benjamin, sich mit immer einem neuen Stück aus der mitgeführten Kiste von 80er-Jahre Accessoires kostümieren, sodass sie mit der Zeit wie spacige Kreuzungen zwischen Madonna, Michael Jackson und schultergepolsterten Yuppy-Disco-Puppen aussahen. Ganz im Sinne des Künstlers.

Am Ende wurden wir in einen besonderen, abgetrennten Raum geführt. Kleinere Keith Haring Werke in grellbunter Farbgebung glühten dort wie Gemmen im Schwarzlicht an den mysteriös-dunklen Wänden, so intensiv beleuchtet, dass die graphischen und pastosen Oberflächen eine eigene plastisch-fantastische Farblandschaft erzeugten.

Nach dieser Zeitreise in die 80er Jahre und die Welt des Keith Haring war die nächste Station eines der vielen Ateliers der hervorragenden Kunstvermittlung in der Albertina. Ein von oben beleuchteter Raum, ausgestattet mit Materialien, Versatzstücken, Farben, großen Arbeitstischen und kleinen beweglichen Hockern erwartete uns.

Hier wurden die SchülerInnen mit ein paar einfachen Tricks zu Künstlern gemacht, die ihrerseits die Formensprache des Keith Haring erwarben. Zur Achzigermusik tanzten ein paar Freiwillige Stopptanz und wurden dann von den anderen strichmännchenartig portraitiert. Durch das Haring-sche Contouring und Framing wurden die Strichmänchen deutlich vom Hintergrund abgegrenzt und schon war auf die verschiedenen schwarzen Tonpapierblätter eine dynamische Eighties Tanzparty gebannt.

Reich bestückt mit unseren Versionen der Kunst von Keith Haring traten wir den Weg zurück zur Schule an. Der Bewegungsdrang war nach künstlerischer Arbeit natürlich sehr groß, und so war die Zweierreihe der Klasse 3B (Schuljahr 2017/18) nicht unähnlich dem Gewurl, das wir seit diesem Vormittag von den Haring Gemälden kannten.

Einen guten Monat später in Bildnerische Erziehung konnten die SchülerInnen der Klasse 3B (Schuljahr 2017/18) noch einmal unter Beweis stellen, wie versiert sie immer noch im Keith Haring-schen Formen-Alphabet waren. Unter der Leitung von Prof. Borek produzierte die Klasse 3B (Schuljahr 2017/18) auf der hauseigenen, von Prof.in Trautenberger-Raft netter Weise zur Verfügung gestellten Buttonspresse täuschend ähnliche aber bei Leibe nicht kopierte Haring Buttons als verspätete Souvenir für den diesjährigen Frühjahresausflug.

Bildergalerie

3B mit 80ies Character

Keith Haring

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KH Rules!

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