Job Talks - Wege nach der Reifeprüfung

Mag.a Cornelia Zeiner

Wie geht es eigentlich nach der Matura weiter?

Um unseren Schülerinnen einen authentischen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten nach dem Schulabschluss zu geben, durften wir fünf Absolventinnen des vergangenen Jahrgangs zu den „Job Talks – Wege nach der Reifeprüfung“ in der Klasse 4b begrüßen. In lockerer Gesprächsatmosphäre erzählten Anastasija, Emanuel, Karla, Ola und Tom von ihrem ersten Jahr nach der Matura und beantworteten die Fragen der aktuellen Schüler*innen.

Job Talks in der 4b - aufmerksame Klasse mit Fragen an die Absolvent:innen

Die ehemaligen Schüler:innen der Waltergasse berichteten offen und sehr greifbar von ihren ganz persönlichen Erfahrungen. Schon nach kurzer Zeit wurde deutlich, wie unterschiedlich die Wege verlaufen können – vom Zivildienst über das Studium bis hin zum Beruf – und wie viele spannende Möglichkeiten sich nach der Reifeprüfung auftun.

Job Talks - Absolvent stellt Wege nach der Schule vor der Klasse vor

Tom und Emanuel informierten über ihren Zivildienst. Tom arbeitet im Integrationshaus und unterstützt dort vor allem organisatorisch, zum Beispiel bei der Koordination von Arztterminen oder anderen Anliegen von Flüchtlingen. Emanuel ist beim Roten Kreuz im Ambulanzdienst im Einsatz, führt Krankentransporte durch, legt Verbände an und übernimmt auch Nachtschichten. Beide beschrieben, wie abwechslungsreich ihr Alltag ist und dass sie ihre Aufgaben als sehr sinnvoll und persönlich bereichernd erleben.

Job Talks - Absolvent stellt Wege nach der Schule vor der Klasse vor

Karla und Anastasija haben sich für ein Studium entschieden. Karla studiert Rechtswissenschaften am Juridicum, Anastasija Internationale Betriebswirtschaftslehre an der Hauptuniversität. Beide betonten, wie viel Eigenverantwortung das Studium verlangt: Lehrveranstaltungen müssen selbst organisiert und gebucht werden, es gibt zwar empfohlene Studienpläne, aber auch viel Freiheit bei der Gestaltung des Studienverlaufs. Sie sprachen außerdem darüber, dass Anwesenheit nicht immer verpflichtend ist, aber sehr beim Verständnis hilft, und informierten über den ÖH-Beitrag sowie zusätzliche Kosten für Lernmaterialien. Spürbar anders als in der Schule ist für sie der deutlich geringere persönliche Kontakt zu Lehrenden.

Job Talks - Absolventin stellt Wege nach der Schule vor der Klasse vor

Besonders beeindruckend ist, dass alle fünf Absolvent:innen berufstätig sind – geringfügig oder in Teilzeit. Im Mittelpunkt stand dabei Ola, die von ihrem Arbeitsalltag in einer Bäckerei erzählte. Sie richtet die Auslage her, verkauft, berät Kund:innen und erlebt so direkt, wie wichtig Freundlichkeit und Professionalität im Umgang mit Menschen sind. Zu diesem Job ist sie nicht über eine klassische Bewerbung gekommen, sondern schlicht dadurch, dass sie in der Bäckerei nachgefragt hat – ein konkretes Beispiel dafür, wie sich durch Eigeninitiative eine Chance ergeben kann. Im Anschluss stellten die Schüler:innen auch Fragen zu weiteren Nebenjobs, etwa zu Engagements im Theater sowie zu typischen Studierendenjobs wie Flyerverteilung, Promotion auf Events oder Tätigkeiten in der Gastronomie.

Im Rahmen der schulischen Berufsorientierung bot die Veranstaltung einen spürbaren Mehrwert: Die Schüler:innen erhielten nicht nur allgemeine Informationen, sondern einen realistischen und persönlichen Einblick in unterschiedliche Ausbildungswege und berufliche Perspektiven. Gerade weil es sich um Absolvent:innen der eigenen Schule handelte, wirkten die Berichte besonders persönlich. Die vielfältigen Erfahrungen regten dazu an, eigene Vorstellungen zu überdenken und mögliche nächste Schritte nach der Matura klarer zu sehen.

Gruppenbild der Absolventinnen mit Prof. Zeiner

Wir bedanken uns herzlich bei Anastasija, Emanuel, Karla, Ola und Tom für ihre Zeit, ihre Offenheit und die spannenden Einblicke!

Mag. Cornelia Zeiner

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