BRG 4 goes VR
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| Markus Kaufmann lehrt unsere Schüler den Umgang mit Stift und Palette |
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| Infrarot-Kamera für das Tracking; Auf dem Kameradisplay sieht man die Anzahl der erfassten Referenzpunkte |
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| Die Zuschauer können auf einem Schirm die Konstruktion miterleben. |
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| Beobachter im Raum 2 sehen die Konstruktion auf ihrem Monitor und können via Headset mit den Zeichnern in Raum 1 unterhalten |
Die Schülerinnen und Schüler der 8B-Klasse werfen in einem
fächerübergreifenden Projekt ACG-Informatik einen Blick in die Zukunft der
Geometrieausbildung.
Vom 9.2.2004 bis zum 20.2.2004 konnten wir am Institut für Softwaretechnik
und interaktive Systeme (TU Wien) an sechs Nachmittagen das Konstruieren im
virtuellen Raum erleben und intensiv austesten. Das Programm Construct3D -
entwickelt von Mag. Hannes Kaufmann - erlaubt den Benutzern in einer Studierstube dreidimensionale Objekte gemeinsam zu konstruieren. Je zwei
Schülerinnen/Schüler bildeten eine Team, das im virtuellen Raum eine
Geometrieaufgabe lösen durfte. Spezielle 3D-Brillen ermöglichen das
Arbeiten im dreidimensionalen Raum. Die SchülerInnen konnten um die
virtuellen, von ihnen modellierten Objekte herumgehen und mit einem
speziell entwickelten Eingabegerät die 3D-Objekte verändern. Die restlichen
SchülerInnen unserer Testgruppe befanden sich in einem anderen Raum, ein
Stockwerk höher und konnten via Bildschirm die Arbeiten des Modellierteams
mitverfolgen. Gleichzeitig waren alle SchülerInnen per Headset (Kopfhörer
und Mikrofon) mit verbunden, sodass sie jederzeit über die Lösung der
gestellten Aufgaben diskutieren konnten.
Das Arbeiten in virtueller Realität stellt eine faszinierende Facette des
zukünftigen (?) Unterrichts dar; die SchülerInnen konnten alle Aufgaben
(Konstruktion eines Tschupikwürfels, punkt- und tangentenweise Ermittlung
der Schnittkurve zweier Zylinder, Modellierung einer allgemeinen Drehfläche
und Erarbeitung diverser Eigenschaften, ...) lösen und waren von den
Möglichkeiten des Programms und der Studierstube (unser zukünftiges
Klassenzimmer?) begeistert.
Am Ende jeder "Unterrichtseinheit" gab es ein Besprechung, in der die
Schüler gemeinsam mit den Beobachtern über die Unterrichtssequenz
diskutierten, das gemeinsame Lösungsverfahren reflektierten und
Verbesserungsvorschläge einbrachten. Am Einbau vieler Verbessungsvorschläge
wird nun am Institut für Softwaretechnik intensiv gearbeitet werden und mit
dem Versprechen, im Herbst 2004 einen weiteren gemeinsamen Feldversuch
durchzuführen, schlossen wir unser Projekt "BRG 4 goes VR" ab.
Ein wenig Information zu den verwendeten Technologien:
Vier in den Ecken der Studierstube angebrachte Kameras filmen die Position
der Schüler, des Zeichentabletts und der Zeichenstifte im Raum. Diese
Information wird vom Programm durch aufwändige Berechnungen in das
Zeichenprogramm Construct3D umgesetzt und mittels halbtransparenten
Datenbrillen (Head mounted Display) werden die konstruierten Objekte in das
Auge eingespiegelt, wobei für das linke und das rechte Auge verschiedene
Bilder (Zentralprojektionen) berechnet werden müssen. Dadurch sieht der
Schüler die Objekte dreidimensional.
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